Auslandsrekrutierung endet nicht mit dem Arbeitsbeginn

Wer neu mit der Auslandsrekrutierung startet, fokussiert sich verständlicherweise zunächst einmal darauf, überhaupt geeignete Bewerbungen zu erhalten und daraus die Besten auszusuchen. Dabei wird übrigens jedem erfahrenen Personaler und Recruiter nach und nach klar, dass sich die Prozesse und Gesetze der Rekrutierung auf dem heimischen Arbeitsmarkt doch recht stark von denen auf grenzüberschreitenden Arbeitsmärkten unterscheiden.

Nachdem im Erfolgsfall die Formalitäten zum Arbeitsvertrag etc. geregelt sind, gilt es, die formellen Hürden des Visaverfahrens zu nehmen (sofern die Person Nicht-EU-Staatsbürger ist). Aus dem Gesundheitswesen weiß und hört man, dass das mehrere Monate und zum Teil über ein Jahr dauern kann. Zum Glück gilt dies wegen der notwendigen Berufsanerkennung primär für den Gesundheitssektor. Wer hingegen z.B. als Software-Entwickler arbeiten möchte, kann im Vergleich zu Ärzten definitiv die Überholspur nehmen.

Für die Auslandsrekrutierung im Allgemeinen ist die Krankenhausbranche eine wichtige Orientierung und Referenz. Warum? – Nun, weil dort seit 2010 sehr viel aus dem Ausland rekrutiert wird und es heutzutage Fachabteilungen gibt, in denen zum Teil über 90% der Mediziner nicht in Deutschland studiert haben.

Ein großer und immer noch wiederkehrender Fehler in der Krankenhausbranche ist der Irrglaube, dass mit dem Arbeitsbeginn die Rekrutierung abgeschlossen sei. Das ist leider ein teurer Irrglaube, der vielfach zu frühzeitigem Ausscheiden der neuen ausländischen Kolleginnen und Kollegen führt.

Noch wichtiger als bei der heimischen Stammbelegschaft ist daher bei neuen ausländischen Mitarbeitenden das Thema Onboarding. Dieses beginnt übrigens idealerweise schon vor dem Arbeitsstart in Deutschland. Und nach dem Start im deutschen Unternehmen sollten die Maßnahmen und die Betreuung dann noch einige Monate weitergehen, aber natürlich in sinkendem Umfang.

Erfolg oder Misserfolg der Auslandsrekrutierung beeinflusst daher der neue Arbeitgeber in erheblichem Maße mit. Denn auch wenn eine gute Agentur die vermittelten ausländischen Kolleginnen und Kollegen noch eine Zeit lang nach dem Arbeitsbeginn mitbetreuen kann, liegt ein großer Erfolgshebel auch in kompetenter Begleitung vor Ort.

Damit deutsche Arbeitgeber – v.a. bei der Suche und Einstellung von Software-Entwicklern – solche Erfahrungen nicht schmerzhaft durch Versuch und Irrtum machen müssen, gibt reperimus genau dieses Insider-Wissen als wertvolle Zusatzleistung (ohne Mehrkosten) an seine VIP-Kunden weiter. Dabei können Personalmanager auch ein Zertifikat zum „Internationalen Integrationsmanager“ erlangen.

Über den Autor

Dr. Lars Holldorf. Experte, Autor & Wissensführer im Bereich Auslandsrekrutierung.

Er betreibt zudem den Podcast „Faktor Personal“, der insbesondere Mitgliedern der Geschäftsführung das Thema Personal näherbringt.

In der Praxis hat er immer wieder gesehen, dass bei der internationalen Personalgewinnung nicht nur die Rekrutierung wichtig ist, sondern insbesondere auch interkulturelle Vorbereitung, Onboarding und Integration.

“Im gemeinsamen Workshop mit Dr. Lars Holldorf haben wir unsere strategische Ausrichtung im Bereich Auslandsrekrutierung noch weiter schärfen können und haben auch viele neue Anregungen erhalten. Ich kann Herrn Dr. Holldorf als Experten in diesem Feld ganz klar weiterempfehlen.”

- Arno Fuhrmann, Leiter Departement Personalentwicklung, Alexianer Verbund (Münster) -

“Der Experten-Lehrgang Auslandsrekrutierung ist für uns die perfekte Unterstützung beim Aufbau von eigenem Expertenwissen und der Etablierung professioneller Strukturen in der gesamten Auslandsrekrutierung.”

- Dr. Bernd Runde, Geschäftsführer Niels-Stensen-Kliniken (Osnabrück) -

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